Berne, 07.01.2016

E2-2016 Drohende Hausexplosion

in Berne

Am Mittwoch, 07.01.2016 um 15:02 Uhr wurde das Technische Hilfswerk Nordenham durch die Leitstelle Oldenburg alarmiert. Ein 47-jähriger Mann aus Berne drohte sein ehemaliges Einfamilienhaus in der Lindenstraße aufgrund zivilrechtlicher Streitigkeiten zu sprengen. Als Vorsichtsmaßnahme wurden Bewohner der umliegenden Häuser durch die Polizei evakuiert.

Neben der Feuerwehr Berne haben Kräfte der DRK-Bereitschaft Oldenbrok zusammen mit dem THW Nordenham die Maßnahme abgesichert. Gemeinsam besetzen DRK und THW den "Einsatzleitwagen Rettungsdienst" für den Landkreis Wesermarsch und bieten damit dem Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst die Kommunikationsplattform (z.B. zur Feuerwehr) zur Abarbeitung eines solchen Einsatzes.

Das THW stellt dabei die Stromversorgung für die Einsatzleitung sicher und bildet bei Bedarf weitere Einsatzabschnitte wie z.B. einen Rettungsmittelhalteplatz.

 

Pressebericht der Nordwestzeitung vom 08.01.2016

 

Ausnahmezustand wegen angedrohter Sprengung

47-jähriger Berner hält Polizei und Rettungskräfte in Atem – Ortskern abgeriegelt – Betreuung im Rathaus

 

Die Einsatzkräfte rückten ohne Sirenen an. Es wird jetzt geprüft, ob gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Berne Große Betroffenheit herrscht in Berne, nachdem ein 47-Jähriger am Donnerstag damit gedroht hatte, sein ehemaliges Einfamilienhaus an der Lindenstraße aufgrund zivilrechtlicher Streitigkeiten in die Luft zu sprengen. „Als ich um 14 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, war der Parkplatz mit Feuerwehrwagen zugestellt“, beschreibt am Abend eine 35-jährige Anwohnerin die Situation. „Das war doch komisch“, sagt sie.

Ernste Lage

Wie ernst die Lage war, erfuhr die Frau, als sie sich nach dem Grund des Einsatzes bei der Feuerwehr erkundigte. Der Feuerwehrmann durfte ihr zwar keine Auskunft geben. Sie habe dann aber einen Funkspruch mitgehört. Ein Mann versuche, sich in die Luft zu sprengen, so die Nachricht. „Da gingen bei mir alle Signallampen an“, so die 35-Jährige gegenüber der NWZ .

Und dann wurde sie abermals überrascht. Plötzlich seien Männer des Sondereinsatzkommandos (SEK) aufgetaucht. Einer habe gerufen „Wo steht das Auto, wo ist der Hund“, erinnert sie sich. Denn der 47-Jährige, der nicht auffällig gewesen sei, besäße einen Hund, erzählt sie. Dann wäre das SEK weg gewesen. Gegen 17 Uhr seien dann alle abgerückt. Auf Facebook habe sie erfahren, dass der Mann festgenommen worden wäre.

Keine Angst verspürt

In Berne herrschte für einige Stunden so etwas wie Ausnahmezustand. Aufgeboten waren unter anderem Polizei, Rettungsdienst und auch das Technische Hilfswerk. „Ich dachte, der Imbiss am Schulplatz brennt“, erzählt eine 36-Jährige, die in der Nähe wohnt. „Wir durften hier nicht weg“, sagt sie. Angst habe sie jedoch nicht verspürt.

Als Vorsichtsmaßnahme wurden Bewohner der umliegenden Häuser von der Polizei aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Die Leute wurden zwischenzeitlich im Berner Rathaus betreut. „Wir sind evakuiert worden, mehr können wir nicht sagen. Es gibt viele Gerüchte“, sagen zwei Passanten an der Lindenstraße, als sie am Abend zurück in ihre Häuser gehen.

Obwohl die Einsatzkräfte offenbar ohne Sirenen angerückt waren, blieb der Einsatz auch im Rest des Ortes nicht unbemerkt. In den sozialen Netzwerken entwickelte sich schnell eine lebhafte Diskussion. Nachdem die Netzgemeinde zunächst von einem Übungseinsatz ausgegangen war, verbreitete sich der Zwischenfall wie ein Lauffeuer. Fast wie im Zeitraffer konnten die Menschen im Netz verfolgen, wie die Straßen gesperrt wurden.

An der nahe gelegenen Tankstelle wurden die Menschen ebenfalls Zeuge des Einsatzes. „Ein Wagen nach dem anderen ist hier vorbeigefahren. Allerdings mit stillem Alarm, nur mit Blaulicht“, sagt eine Frau. Offenbar haben auch die Einsatzkräfte an der Tankstelle „Kraft getankt“. „Die Sanitäter haben sich hier Kaffee geholt und Nervennahrung“, sagt sie und zeigt auf einen Stapel Schokoriegel.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und überprüft, ob gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet wird.


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